Donnerstag, 18. April 2019

Rezension

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Titel: Die Tochter des Imam


Autor: Hannah Shah


Erschienen: 03.02.2014


Verlag: Knaur


Seitenanzahl: 256


Gelesen: 04/2019


Meine Bewertung: 3,5*



Zum Inhalt: Hannah Shah wird als Hannan Shah in eine pakistanische Familie hineingeboren, die in England lebt. Seit frühester Kindheit wird Hannan von ihrer Familie ausgebeutet und misshandelt, immer unter dem Deckmantel des islamischen Glaubens. Als sie mit 16 Jahren von ihrem Vater nach Pakistan zwangsverheiratet werden soll, wagt sie die Flucht aus ihrer Familie und somit aus ihrer Unterdrückung. Sie findet Unterstützung - nicht zuletzt im christlichen Glauben. Schließlich konvertiert Hannan zum Christentum und wird zu Hannah. Nach monatelanger Verfolgung durch ihre strenggläubige Familie und der Verarbeitung ihrer Vergangenheit, findet Hannah ihr persönliches Glück.

Meine Rezension: *könnte Spoiler enthalten* Bei einer Bewertung von Autobiografien tue ich mich immer etwas schwer, aber ich versuche es mal; die Leidensgeschichte von Hannah ist interessant, da es hier nicht nur um die Misshandlung und Unterdrückung an sich geht, sondern auch um den islamischen Glauben - der ihrem Vater als Rechtfertigung für eben diese Misshandlungen und Unterdrückungen dient. Der Leser bekommt einen Einblick von Hannah's Zerrissenheit; zwischen dem Glauben, der sie von kleinauf begleitet und dem tiefen inneren Gefühl, dass das Verhalten ihres Vaters nichts mit dem Glauben zu tun hat. Schon als kleines Kind weiß Hannah, dass man einen anderen Menschen so nicht behandeln darf. Ohne Rückhalt der Familie behält sie trotzdem immer ihren Gerechtigkeitssinn und den Glauben daran, dass sie etwas Besseres verdient hat. Ihre Stärke ist bewundernswert, ebenso wie ihr Wille durchzuhalten und nicht klein beizugeben. Allen Widrigkeiten zum Trotz wird Hannah am Ende glücklich und man gönnt es ihr von ganzem Herzen.
3,5* bekommt das Buch von mir, da es mich nicht komplett packen konnte.

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